Erfahrungsbericht von Doris Fehr Stern

SHIN SO SHIATSU           Persönlicher Bericht        Doris Fehr Stern

Vor eineinhalb Jahren bin ich nach Basel gezogen, um hier neu eine Physiotherapie – und Shiatsupraxis aufzubauen.

Schon nach kurzer Zeit kamen, nicht mehr wie früher vor allem gesunde Leute zu „Wohlfühlstunden“ und allgemeiner Entspannung, sondern Patienten mit mehr oder weniger schweren Erkrankungen. Das hängt auch damit zusammen, dass Ärzte teilweise Patienten zu mir schicken, denen die Schulmedizin nicht weiterhelfen konnte oder genug von Spritzen und Tabletten haben und offen für alternative Heilmethoden sind. Und doch – auch wenn diese neuen Klienten nicht ganz „freiwillig“ zu mir kommen, glaube ich nicht an Zufälle – ohne Shin So Shiatsu hätte ich nicht diese Offenheit einiger Ärzte erfahren, die mir Patienten  lieber zu Shiatsu als zur Physiotherapie schicken. Umgekehrt ist auch bei mir die Sicherheit und das Vertrauen in mein Shiatsu gestiegen, da ich das Konzept von Shin So Shiatsu sehr überzeugend finde : Die differenzierte Diagnose, der Energieausgleich in der tiefst unausgeglichenen Ebene und das Entfernen von Jaki und den „Steinen“.

Zudem ist Shin So Shiatsu durch seine Überprüfbarkeit (Fingertest) eigentlich sehr wissenschaftlich, was mir, als nicht schnell „gläubiger“ Mensch, sehr gefällt. Leider zeigt sich die Praxis doch sehr viel schwieriger als die überschaubare Theorie ! Und mit zuviel Kopf geht es eben auch nicht!

Mein Vertrauen in Shin So Shiatsu ist auch dadurch gestiegen, weil bei einigen Klienten, und da vor allem bei strukturellen Problemen, oft Besserung oder sogar Schmerzfreiheit eingetreten ist. Bei schweren chronischen Krankheiten sehe ich (noch) nicht wirkliche Heilungserfolge. Dies bräuchte sicher eine lange Zeit und tiefgreifende Veränderungen im Leben dieser Menschen. Doch das Feedback ist trotzdem oft positiv: entweder Linderung der Schmerzen für eine gewisse Zeit, tiefere  Entspannung und Ruhe und besserer Schlaf.

Kürzlich ist eine Krebspatienten zu mir gekommen, die vor ihrer letzten Chemotherapie unbedingt noch einmal Shiatsu haben wollte. Sie war in „Gu“ unausgeglichen und nach der Behandlung waren alle Ebenen „in Ordnung“. Beim nächsten Mal hat sie erwähnt, sie habe sich nach der letzten Behandlung so ausgezeichnet wie schon lange nicht mehr gefühlt. Bei dieser Sitzung ist sie nur im Extra M.S. unausgeglichen gewesen (nach Chemotherapie), obwohl ich nach zwei Behandlungen nicht weiss, ob Shin So Shiatsu das bewirkt hat. Solche Erscheinungen finde ich sehr interessant und werde sie weiter beobachten. Auf jeden Fall habe ich auch bei anderen schwerkranken Patienten festgestellt: Ihre Krankheit ist nach wie vor da, aber die Energieunausgeglichenheit findet in höheren Ebenen statt als zu Beginn der Behandlungen (Hauptmeridiansystem, oft Extra bis selten Divergent).

 Ich sehe nicht, dass mich Shin So Shiatsu persönlich verändert hat oder nicht eindeutiger, als all die Dinge, die in den vielen Lebensjahren prägend für mich waren. Wohl aber hat es mein Shiatsu verändert. Meine Behandlungen sind klarer, strukturierter und zeitlich definierter als vorher. Früher, mit nur kyo/jitsu hatte ich öfters Mühe, die Sitzungen zu begrenzen, da mir das Gefühl von „noch nicht genug“  im Hinterkopf sass. (Heute beschränkt sich meine Unsicherheit v.a. auf den Fingertest und einige „Theorielöcher“) Besonders eindrücklich und verblüffend ist für mich immer wieder, wie schnell der Energieausgleich stattfindet, die „eigentliche Arbeit“ getan ist um dann mit „hole body treatment“ die Behandlung zu festigen.

Auf jeden Fall finde ich es spannend mit Shin So Shiatsu weiter zu arbeiten und noch mehr die Wirkung von „Jaki-entfernen“  und „Chakra-öffnen“ zu erfahren.

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